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Platform switching

Platform-Switching ist ein Konstruktionsprinzip bei Implantaten, bei dem die Aufbauelemente (Abutment) nicht auf der Außenkante des Implantats aufsetzen, sondern zentral versetzt (also weiter innen) liegen. Hierdurch rückt das Abutment-Implantat-Interface weiter von der Knochengrenze weg, was eine bessere Entfaltung des Knochens (biologische Breite) sowie eine bessere Zahnfleischanlagerung ermöglichen soll.

Plattform switching

Der Hintergrund: Bakterien am Implantatspalt

Da der Spalt zwischen Abutment und Implantat typischerweise nicht keimfrei ist (eine bakterielle Besiedelung ist anzunehmen), rückt dieser potenziell schädliche Faktor durch das Platform-Switching ebenfalls weiter von der biologisch relevanten Knochengrenze weg. Als klinischer Vorteil soll sich hieraus eine verbesserte Knochenstabilität (Schutz vor Knochenabbau und Periimplantitis) um das Implantat ergeben.

Studienlage zum Platform-Switching

Mehrere klinische Studien zeigen, dass Implantate mit Platform-Switching im Vergleich zu konventionellen Verbindungen weniger Knochenverlust im Bereich des Implantathals aufweisen. Der Effekt ist besonders in den ersten Jahren nach Implantation messbar. Allerdings variieren die Ergebnisse je nach Studie – nicht alle Untersuchungen finden signifikante Unterschiede. Die Qualität der Implantat-Abutment-Verbindung insgesamt (Passgenauigkeit, Konusverbindung) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Praktische Bedeutung

Heute nutzen viele moderne Implantatsysteme das Platform-Switching-Prinzip standardmäßig. Für Patienten bedeutet dies keine zusätzlichen Kosten oder Einschränkungen – die Entscheidung für ein bestimmtes System trifft der Implantologe nach individueller Planung. Platform-Switching allein garantiert keinen Langzeiterfolg; entscheidend bleiben die sorgfältige Implantatpflege und regelmäßige Nachsorge.

Siehe auch: einteilige Implantate, zweiteilige Implantate

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